Spitzentreffen

Auf dem Weg zu „Net Zero“ in 2045 braucht die deutsche Wirtschaft klare Leitplanken und einen planbaren Business Case, um in die Transformation der eigenen Betriebe zu investieren. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist ein enger Austausch mit der Politik dabei zentral. Als Stifung organisieren wir mit den CEOs unserer Förderunternehmen deshalb regelmäßig Spitzentreffen bei wichtigen Entscheidungsträgern aus der Politik. Das Ziel: Chancen am Wirtschaftsstandort Deutschland realisieren und Herausforderungen überwinden.

Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz

Zu Gast im Kanzleramt: Die Stiftung KlimaWirtschaft traf sich im März 2026 zu einem konstruktiven Austausch mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin. Der Austausch fand in einer Zeit angespannter Geopolitik statt: Der Krieg im Nahen Osten, der andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und wachsende Rivalitäten zwischen großen Wirtschaftsräumen prägten die internationale Lage. Der Bundeskanzler kam gerade von Reisen in die USA und nach China zurück. Umso mehr hat es uns gefreut, dass er sich die Zeit genommen hat, mit uns über die wirtschaftliche Transformation zur Klimaneutralität zu sprechen. Gerade in der aktuellen geopolitischen Lage ist Klimapolitik ein wichtiger Treiber für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und wirtschaftliche Resilienz. Damit Unternehmen diesen Weg weitergehen können, haben wir uns im Gespräch stark gemacht für mehr Planungssicherheit auf dem Weg zur Klimaneutralität, weniger Transformationshürden bei Verfahren und Regulierungen und grüne Leitmärkte für klimaneutrale Produkte, damit klimafreundliche Grundstoffe und Technologien schneller in den Markt kommen.

Bei dem Gespräch mit dabei waren Prof. Dr. Michael Otto (Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group), Dr. Dominik von Achten (CEO, Heidelberg Materials AG), Jochen Burg (CEO, SMS group GmbH), Andreas Engelhardt (Persönlich haftender Gesellschafter Schüco International KG und OTTO FUCHS KG), Dr. Christian Hartel (CEO, WACKER Chemie AG), und Christina Raab (CEO, Accenture DACH). Wir haben im Gespräch auch betont, dass in den vergangenen Jahren bereits vieles auf den Weg gebracht wurde. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Kurs weiterzuentwickeln und Unternehmen als verlässliche Partner auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten. Als Stiftung KlimaWirtschaft bringen wir uns gerne konstruktiv in diesen Prozess ein und freuen uns auf den weiteren Austausch mit der Bundesregierung.

Spitzentreffen im Kanzleramt und Bauministerium

Im Mai 2024 kam es zu einem Treffen zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und der Stiftung KlimaWirtschaft, um über aktuelle Herausforderungen bei der Transformation zur Klimaneutralität zu sprechen. In dem konstruktiven Austausch wurde unter anderem über die anstehende Europawahl diskutiert. Die Stiftung betonte dabei die Notwendigkeit, den Green Deal weiterzuentwickeln und um eine industriepolitische Komponente zu ergänzen. Beim Blick auf die Energiewende sprach sich die Stiftung für eine ambitionierte Umsetzung des 80-Prozent-Ziels für Erneuerbare bis 2030 aus sowie einen schnellen Netzausbau und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Neben Präsident Prof. Dr. Michael Otto und Vorständin Nallinger waren aus der Stiftung mit dabei:

  • Andreas Engelhardt (Schüco)
  • Gunnar Groebler (Salzgitter AG)
  • Lutz Diederichs (BNP Paribas)
  • Volker Christmann (DEUTSCHE ROCKWOOL)
  • Alberto Nobis (VTG)
  • Jan-Hendrik Goldbeck (GOLDBECK)
  • Dr. Jutta Matreux (WACKER Chemie)

Ein weiteres Spitzentreffen der Stiftung fand im Herbst 2025 bei Bundesbauministerin Verena Hubertz statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie die Bauwirtschaft die dreifache HErausforderung aus hohen Baukosten, fehlendem Wohnraum und ambitionierten Klimazielen meistern kann? Mit am Tisch waren auch CEOs aus der Stiftung: Stefan Kratochwill (STRABAG), Andreas Engelhardt (Schüco), Gülnaz Atila (DEUTSCHE ROCKWOOL), Mike Kammann (Bausparkasse Schwäbisch Hall) und der Aysel Osmanoglu (GLS Bank). Aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln war die Botschaft bemerkenswert einig: Die Unternehmen wollen investieren und Tempo machen!

Gespräche mit Wirtschaftsminister Habeck und Kanzerlin Merkel

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Klima traffen sich im Mai 2025 der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck und die Stiftung KlimaWirtschaft. Im Gespräch mit Stiftungspräsidenten Prof. Dr. Michael Otto, Aysel Osmanoglu (GLS Bank), Gunnar Groebler (Salzgitter AG), Klemens Haselsteiner (STRABAG), Frank Stührenberg (Phoenix Contact) und Mike Kammann (Bausparkasse Schwäbisch Hall) wurde deutlich: Wirtschaft und Klimaschutz gehören für uns zusammen. Eine erfolgreiche Transformation zur Klimaneutralität ist der Garant für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland. In den vergangenen Jahren wurde bereits vieles auf den Weg gebracht. Insbesondere beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hat die Ampel-Regierung ein neues Tempo vorgelegt. Dennoch wurden bei Treffen auch dringende Aufgaben von der Stiftung angesprochen, wie ein zügiger Netzausbau und den Bau des Wasserstoffnetzes.

Zum Start der Dekarbonisierungsinitiative der Stiftung 2° (heute Stiftung KlimaWirtschaft) trafen die CEOs führender deutscher Unternehmen die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt. Im Rahmen des Austauschs überreichten ihr die sieben anwesenden CEOs die Erklärung „Deutsche Unternehmen auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“, mit der sie sich klar dazu bekannten, durch ihr unternehmerisches Handeln die deutsche Klimapolitik im oberen Zielkorridor zu unterstützen. Die Dekarbonisierungsinitiative der Stiftung 2° bildete die Grundlage für einen bedeutenden branchenübergreifenden Arbeitsprozess, den die Stiftung gemeinsam mit den Unternehmen initiierte.