Electrification Action Plan: Wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit

Pressemitteilung, veröffentlicht am 17.07.2026

Die EU-Kommission will mit ihrem Electrification Action Plan die Elektrifizierung beschleunigen. Das Ziel sind 46 Prozent bis 2040. Die Strategie soll Wettbewerbsfähigkeit stärken und fossile Abhängigkeiten reduzieren.

  • Der Plan ist zahlt nicht nur auf die Klimaziele ein sondern schafft Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten
  • Niedrigere Strompreise und schnelle nationale Umsetzung sind gefordert
  • Wichtig sind ein Strom-Gas-Preisverhältnis von 2 bis 2,5 bis 2030 sowie der Abbau von Hürden und fossilen Subventionen

Berlin, 17. Juli 2026. Mit dem Electrification Action Plan hat die EU-Kommission heute ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das die Umstellung auf strombasierte Prozesse beschleunigen soll. Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht ein ambitioniertes Elektrifizierungsziel von 46 Prozent bis 2040 samt flankierender Maßnahmen. Die Strategie kommt zu einer Zeit, in der der deutsche Wirtschaftsstandort schwächelt und fossile Abhängigkeiten der Wettbewerbsfähigkeit massiv geschadet haben.

Elektrifizierungsziel: 46 Prozent ein starkes Signal

Aus Sicht der Stiftung ist ein Umsteuern notwendig geworden, weshalb wir die Initiative der Kommission klar unterstützen. Die Elektrifizierung von Wirtschaft und Industrie zahlt nicht nur auf die Klimaziele ein, sondern verspricht vor allem Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. Die massiven Preisschocks der letzten Jahre zeigen, dass wir uns diese Abhängigkeit nicht mehr leisten können. Das Elektrifizierungsziel von 46 Prozent ist ein starkes Zeichen und gibt den richtigen Weg für Unternehmen und Verbraucher vor.

Strom-Gas-Preisverhältnis: Umsetzung entscheidend

Ein wichtiges Kriterium für die erfolgreiche Umsetzung der Elektrifizierung ist das Strom-Gas-Preis-Verhältnis. Die Einführung einer Zielrate 2 bzw. 2,5 in 2030, sowohl für Industrie als auch für Haushalte hat das Potential, den Umstieg auf strombasierte Prozesse maßgeblich zu beschleunigen. Die Zielrate ist daher ein immens wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort.

Zentral ist natürlich nicht nur die Ambition, sondern vor allem die Umsetzung. Die angekündigten Maßnahmen müssen schnell eingeführt werden, auch die Bundesregierung muss mitziehen, etwa mit einer Strompreissenkung für alle.

Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung KlimaWirtschaft:

„Die Analyse der Kommission zeigt deutlich, dass es gerade für Unternehmen noch große Hürden für die Elektrifizierung gibt. Aktuell bremsen in Deutschland hohe Energiekosten, ein schleppender Netzausbau und regulatorische Unsicherheiten den Umstieg auf strombasierte Prozesse aus. Das gilt für Industrie und Handel wie für Haushalte, die auf E-Autos und Wärmepumpen wechseln wollen. Dabei ist die Elektrifizierung der Schlüssel zu wettbewerbsfähigen Preisen und echter Versorgungssicherheit.

Das Elektrifizierungsziel von 46 Prozent ist ein starkes Zeichen und gibt den richtigen Weg für Unternehmen und Verbraucher vor. Jetzt gilt es die Umsetzung mit geeigneten Maßnahmen in den Nationalstaaten anzugehen, wie einer Strompreissenkung für alle, die langfristig planbar ist. Das angepeilte Strom-Gas-Preis-Verhältnis von 2 bzw. 2,5 in 2030 als Maßstab zu setzen ist ein ganz wichtiges Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Der Umstieg auf strombasierte Prozesse muss für die Unternehmen eine finanziell attraktive und einfache Entscheidung sein.

Wir hoffen sehr, dass die Kommission jetzt die angekündigten Maßnahmen bei Energiesteuern, Netzentgelten und dem Abbau von fossilen Subventionen umsetzt und das die deutsche Bundesregierung voll mitzieht.

Pressekontakt

Simon Vogelsang

Sprecher für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: simon.vogelsang@klimawirtschaft.org

Telefon: +49 176 3443 9600

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