Industrie unterzieht den digitalen Produktpass einem Praxischeck

(21.10.2021)

Auf Initiative der Stiftung 2° haben 14 Unternehmen der Automobilbranche den digitalen Produktpass einem Praxischeck unterzogen und wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Umsetzung definiert.

Der digitale Produktpass gilt sowohl in Deutschland wie auch auf europäischer Ebene als Schlüssel, um die notwendige Transparenz für Ressourcen- und Klimaschutz herzustellen und nachhaltige, zirkuläre Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Der Praxischeck der Stiftung 2° zeigt nun, wie vorhandene Ansätze harmonisiert und wo Modellprojekte ansetzen müssten.

„Während bei den laufenden Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung viel von Klimaschutz und Digitalisierung die Rede ist, präsentieren wir konkrete Vorschläge, wie man beides sinnvoll und nachhaltig miteinander verbinden kann.,“ sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. „Die neue Bundesregierung sollte sich zum Ziel setzen, Deutschland zum Vorreiter bei der Entwicklung eines digitalen Produktpasses zu machen. Dafür muss endlich eine verantwortliche Stelle geschaffen werden,“ so Nallinger weiter.

Die Umsetzung vieler Circular Economy-Strategien wie zum Beispiel vorausschauende Wartung, Wiederaufbereitung oder ein hochwertiges Recycling benötigt material- und produktbezogenen Daten, die über einen digitalen Produktpass transparent, sicher und zielgerichtet dargestellt werden könnten. Um den digitalen Produktpass möglichst praxisnah und handhabbar umzusetzen, sollten die Unternehmen eng eingebunden und nationale und europäische Initiativen besser miteinander verschränkt werden. Zudem sollten Produktpässe in groß angelegten Modellprojekten praxisnah erprobt werden.

Der Praxischeck wurde mit Unternehmen aus dem Automobilsektor im Rahmen einer Workshop-Reihe des CEWI-Projektes über den Sommer 2021 erarbeitet. An den Workshops beteiligten sich Vertreter:innen der Unternehmen Audi AG, Celonis SE, DRÄXLMAIER GROUP, Encory GmbH, HOFFMANN + VOSS GmbH, INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, iPoint-systems GmbH, LANXESS GmbH, MHP GmbH, OTTO FUCHS KG, plastship GmbH, StreetScooter Research GmbH, der Woco Group sowie der ZINQ GmbH.

ÜBER DIE STIFTUNG 2° 

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Die Unterstützer der Stiftung sind: 
AIDA Cruises, ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, Allianz SE, Aurubis AG, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Bahn AG, Deutsche Post DHL Group, DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG, Deutsche Telekom AG, Deutsche Wohnen SE, Dirk Rossmann GmbH, DRÄXLMAIER Group, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Unternehmensgruppe Gegenbauer, GLS Gemeinschaftsbank eG, GOLDBECK GmbH, HeidelbergCement AG, INTERSEROH Dienstleistungs GmbH/ALBA Services Holding GmbH, Lanxess AG, Otto Group, OTTO FUCHS KG, Papier- und Kartonfabrik Varel GmbH & Co. KG, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, PUMA SE, Salzgitter AG, Schüco International KG, Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben, thyssenkrupp Steel Europe AG, Union Asset Management Holding AG, VTG Aktiengesellschaft, Wacker Chemie AG. 

ANSPRECHPARTNERIN

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