Stellungnahme zu Netzpaket und EEG

Das Wirtschaftsministerium hat seine Pläne für das EEG und das Netzpaket in Teilen entschärft und Länder und Verbände zur Konsultation aufgerufen. Die Stiftung KlimaWirtschaft hebt in ihrer Stellungnahme Verbesserungen und Schwachstellen des Entwurfs hervor.

Berlin, 23.07.2026. Deutschlands Wirtschaft steht unter massivem Wettbewerbsdruck. Wettbewerbsfähige Strompreise, Versorgungssicherheit und Resilienz entstehen dauerhaft durch günstige erneuerbare Erzeugung, effiziente Netze und flexible Nachfrage. Redispatch-Kosten, Netzengpässe und volatile Marktpreise müssen adressiert werden – jedoch nicht durch ein strukturelles Bremsen des Ausbaus, sondern durch bessere Systemintegration, Investitionssicherheit und faire Kostenverteilung.

Die Stiftung KlimaWirtschaft begrüßt ausdrücklich, dass der Entwurf am 80-Prozent-Ziel für 2030 festhält, die im Klimaschutzprogramm 2026 vereinbarten zusätzlichen Ausschreibungsmengen von 12 Gigawatt für Wind an Land verankert, das Referenzertragsmodell für eine regional ausgewogenere Verteilung reformiert und mit der Einführung zweiseitiger Differenzverträge (CfDs) auf eine Anschlusslösung statt eines Systembruchs setzt.

Damit die Novelle Investitionen auslöst statt zu verunsichern, sollten im weiteren Verfahren die folgenden vier Lücken geschlossen werden:

– Investitionsrahmen zukunftsfest ausgestalten: CfDs marktorientiert absichern und mit PPAs verzahnen

– Dach-PV als Einstieg und Investitionsmotor der Energiewende erhalten

– Ausbau verlässlich, regional ausgewogen und systemdienlich steuern

– EEG-Novelle und Netzanschlusspaket in dieselbe Richtung ausrichten

Vorschläge um diese Lücken zu schließen, finden sich in der Stellungnahme.

Ansprechpartner

Kolja Zajicek

Stellvertretende Leitung Politik

E-Mail: kolja.zajicek@klimawirtschaft.org
Telefon: +49 176 3443 9622
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Simon Vogelsang

Sprecher für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: simon.vogelsang@klimawirtschaft.org

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