Landwirtschaft und Ernährung

Die Landwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil unserer Wirtschaft – und zugleich ein bedeutender Hebel im Kampf gegen die Klimakrise. Als Stiftung KlimaWirtschaft haben wir erkannt, dass auch der Landwirtschafts- und Ernährungssektor Verantwortung für den Klimaschutz trägt. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um lösungsorientiertes Handeln: Gemeinsam mit Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln wir neue Wege, wie sich wirtschaftlicher Erfolg und ambitionierte Klimaziele miteinander verbinden lassen.

Das Ziel für Deutschland ist bekannt: Eine klimaneutrale Landwirtschaft in Deutschland bis spätestens 2045. Um dorthin zu gelangen, brauchen wir Innovation, Investitionen und eine enge Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Wir unterstützen Unternehmen dabei, zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen – von regenerativen Anbaupraktiken über alternative Proteinquellen bis hin zu emissionsarmen Betriebsmitteln und einer nachhaltigen Beschaffung.

Dabei setzen wir auf marktwirtschaftliche Lösungen mit Klimanutzen und auf praktikable Rahmenbedingungen, die langfristige Planungssicherheit bieten. Um den Wandel fair und wirksam zu gestalten, erwarten wir von der Politik ambitionierte, aber realistische Etappenziele sowie die Bereitschaft, geleistete Fortschritte an konkreten Zwischenergebnissen zu messen. Nur so können wir sicherstellen, dass möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe diesen Weg mitgehen können – freiwillig, wirtschaftlich tragfähig und in einem breiten Schulterschluss aller relevanten Akteure.

Im Bereich Moorschutz kooperieren wir eng mit unserer Schwesterstiftung, der Umweltstiftung Michael Otto, die hier über ausgewiesene Fachkompetenz verfügt und das Projekt toMOORow verantwortet. Im Bereich Transport konzentrieren wir uns auf den Schienengüterverkehr als klimafreundliche Alternative für die Logistik. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den klimarelevanten Potenzialen von Anbau, Verarbeitung und Konsum pflanzenbasierter Lebensmittel. Hier setzen wir uns insbesondere für die Erschließung eines Leitmarkts für alternative Proteinquellen ein – als Beitrag zu einer klimafreundlicheren Ernährung und zur langfristigen Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland.

Als Stiftung mit über 30 engagierten Förderunternehmen stehen wir für pragmatischen Klimaschutz aus der Wirtschaft heraus. Im Landwirtschafts- und Ernährungsbereich bringen wir unsere Expertise, unser Netzwerk und unsere Unabhängigkeit ein, um die Transformation mutig, konstruktiv und gemeinsam zu gestalten.

Veranstaltungen

Auf der Grünen Woche 2026 diskutierte unsere Vorständin Sabine Nallinger auf Einladung von Heimatwurzeln darüber, welche Rolle die Landwirtschaft für Klimaschutz, Transformation und den Industriestandort Deutschland spielen kann.
Unter dem Titel „Klotzen statt Kleben – Kann die Landwirtschaft den Industriestandort Deutschland retten?“ kamen am 20. Januar Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Landwirtschaft und Industrie stärker zusammengedacht werden können.
Für uns ist klar: Landwirtschaft kann ein zentraler Teil einer gemeinsamen unternehmerischen Anstrengung sein – als integraler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten und als verlässlicher Partner in der Transformation!
„Wer sich die Weltmärkte anschaut, erkennt: Wer sich nicht auf den Weg macht, gerät in schwieriges Fahrwasser. Klimaziele sind Innovationsziele“, betonte Sabine Nallinger in der Diskussion. Die Transformation bietet damit nicht nur die Chance, Emissionen zu reduzieren, sondern auch neue Wertschöpfung zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland langfristig zu stärken.

Vielen Dank an Heimatwurzeln für die Einladung und Organisation sowie an Moderatorin Anne Kokenbrink und die weiteren Panelgäste Carina Konrad, Dr. Viktor Eckel, Nikola Steinbock und Hans Koller MdB für die offene und praxisnahe Diskussion.

Ansprechperson

Kontakt: Landwirtschaft und Ernährung