COP30-Briefing der Bundesregierung

4. November 2025

Offizielles COP30-Briefing der Bundesregierung mit Außenminister Wadephul, Umweltminister Schneider und Entwicklungsministerin Alabali Radovan 

Am 4. November 2025 fand im Auswärtigen Amt in Berlin das COP30-Briefing zur Vorbereitung auf die Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien, statt. Zu dieser Veranstaltung hatten das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Auswärtige Amt (AA) eingeladen, unterstützt von der Stiftung KlimaWirtschaft und dem Deutschen Klima-Konsortium e. V. 

Unter dem Motto „10 Jahre Pariser Abkommen – Wo steht die Welt beim Klimaschutz?” diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Schwerpunkte für die COP30 in Belém: NDC-Ambitionen, Klimaanpassung und Klimafinanzierung im Kontext der „Baku to Belém Roadmap”. 

Die Veranstaltung wurde von Außenminister Dr. Johann Wadephul eröffnete, gefolgt von Keynotes von Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), und Reem Alabali-Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 

Auf der Bühne diskutierten Expert:innen wie Dr. Heike Henn (BMUKN), Dr. Artur Runge-Metzger (Europäische Kommission), Lizzie Herzog (Salzgitter AG), Prof. Dr. Niklas Höhne (NewClimate Institute) und Verena Bentele (VdK Deutschland) darüber, wie sich hohe Klimaziele sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig umsetzen lassen. 

Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Mercedes Bustamante (Universität Brasília) zum Thema „Climate, Forest Protection and Biodiversity” gab der brasilianische Botschafter S. E. Rodrigo Baena Soares Einblicke in die Erwartungen der brasilianischen COP-Präsidentschaft. 

Vertreter:innen des Auswärtigen Amtes (AA), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – darunter Dr. Bernhard Kotsch, Niels Annen und Dr. Vera Rodenhoff – formulierten gemeinsam die Erwartungen der Bundesregierung an die COP30: ambitionierte Beiträge, mehr Geschwindigkeit bei der Umsetzung und eine glaubwürdige internationale Führungsrolle Deutschlands. 

Die Teilnehmer des Briefingevents hatten die Möglichkeit, in vier Workshops mit Expert:innen zu aktuellen Themen der Klimaverhandlungen zu diskutieren. Als Förderunternehmen der Stiftung KlimaWirtschaft diskutierte Frank Sibert, BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland gemeinsam mit Mathias Kopp von der Initiative Made in Germany 2030 das Thema Klimafinanzierung. 

Key Takeaways der Workshops: 

Für einen wirksamen Klimaschutz sind ein konsequenter Übergang von fossilen Energien zu erneuerbaren Quellen, bessere Netze und eine Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen nötig. Um Fortschritte messbar zu machen, braucht es weltweit vergleichbare, aber praktikable Indikatoren sowie eine verlässliche Finanzierung. Bei der Klimafinanzierung müssen öffentliche Mittel privates Kapital stärker mobilisieren, während Partnerschaften und finanzielle Spielräume für den Globalen Süden ausgebaut und funktionsfähige Marktmechanismen gestärkt werden. Gleichzeitig steht die Klimawissenschaft unter politischem Druck, weshalb internationale Kooperation, offene Daten und Reformen im IPCC weiterhin von entscheidender Bedeutung sind. 

Das COP30-Briefing machte deutlich: Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Deutschland stehen gemeinsam in der Verantwortung, den Schritt von ambitionierten Zielen hin zu konkretem Handeln zu vollziehen. Die Stiftung KlimaWirtschaft wird diesen Weg weiterhin engagiert unterstützen – als starke Stimme der Wirtschaft für wirksamen und umsetzbaren Klimaschutz auf internationaler Ebene.